Deutsche Forscher an den Pyramiden von Meroe

Grabkammer einer der ältesten königlichen Pyramiden von Meroe durch die Qatari Mission for the Pyramids of Sudan geöffnet

Zum ersten Mal seit fast einem Jahrhundert wurden die Grabkammern einer der königlichen Pyramiden von Meroe für archäologische Untersuchungen wieder geöffnet. Das unterirdische Grab der „Großen Königlichen Gemahlin“ Khennuwa aus dem frühen 4. Jh. v. Chr. befindet sich etwa sechs Meter unterhalb ihrer Pyramide. Seine beiden Kammern sind mit vortrefflichen Wandmalereien und Hieroglyphentexten dekoriert, von denen viele noch sehr gut erhalten sind.

Die Wiedereröffnung des Grabmals ist Teil der Forschungs- und Konservierungsaktivitäten der von S.E. Sheikh Hassan bin Mohammed bin Ali Al Thani geleiteten Qatari Mission for the Pyramids of Sudan (QMPS). Das Projekt verfolgt das Ziel, die mehr als 100 Pyramiden der königlichen Friedhöfe von Meroe mit internationalen Expertenteams zu erhalten und zu erforschen. Sicherungs- und Konservierungsmaßnahmen, um das historisch bedeutende Grabmal der Königin für die interessierte Öffentlichkeit zu erhalten und zugänglich zu machen, sind geplant.

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Die unterirdischen Grabkammern der Pyramide von Königin Khennuwa in Meroe. (P. Wolf/DAI)

Vier Jahrhunderte nachdem ihre Urahnen als „Schwarze Pharaonen“ der 25. Dynastie im 7. Jh. v. Chr. das Alte Ägypten beherrscht hatten, errichteten die Könige und Königinnen von Meroe ein riesiges Reich auf dem Gebiet des heutigen Nordsudan südlich des Ersten Nilkataraktes. Zentrum war die Hauptstadt Meroe, etwa 200 km nördlich des heutigen Khartoum. Bis zum Untergang des meroitischen Reiches im 4. Jh. n. Chr. wurden seine Herrscher in Pyramidenfriedhöfen am Rande der östlich der Hauptstadt gelegenen Bergregion begraben. Königin Khennuwas Grab, errichtet an einem der Eingangswege zu den Nekropolen, gehört zu deren frühesten Pyramiden. Enge Parallelen der Grabdekoration zu Totentexten der 25. Dynastie bezeugen den noch sehr starken Einfluss älterer Traditionen.

Königin Khennuwas Grab wurde schon 1922 von George A. Reisner vom Bostoner Museum of Fine Arts ausgegraben, aber leider nur durch einige wenige Fotografien und Handskizzen dokumentiert. Für annähernd ein Jahrhundert stellte diese spärliche Dokumentation die einzige Informationsquelle für die Forschung dar. Die Wiederausgrabung der Pyramide und die Wiederöffnung ihrer Grabkammern ermöglicht nun eine detaillierte Dokumentation mit hochmodernen Methoden und wird die Grundlage für zukünftige archäologische Forschungen sein.

Die neuen Feldarbeiten sind Teil eines groß angelegten Programmes zur Erforschung, dem Erhalt und der Förderung der einzigartigen Pyramidennekropolen von Meroe, die seit 2012 zum UNESCO Weltkulturerbe gehören. Das Projekt wurde 2015 durch die Qatari Mission for the Pyramids of Sudan in enger Kooperation mit der sudanesischen Denkmalpflege in Khartoum und mit dem Deutschen Archäologischen Institut (DAI) in Berlin ins Leben gerufen.

Das DAI beherbergt mit dem Friedrich-Hinkel-Archiv das weltweit umfangreichste Forschungsarchiv zur Archäologie des antiken Sudan. Die Digitalisierung seiner Bestände und deren Umwandlung in ein öffentliches digitales Forschungszentrum sind ein weiterer wichtiger Bestandteil dieser Kooperation, der ebenfalls von Qatar gefördert wird.

Mehr Infos zu den archäologischen Untersuchungen der Pyramiden von Meroe gibt es hier.

Quelle:

Nicole Kehrer
Pressestelle
Deutsches Archäologisches Institut

Im Leben und im Tod vereint

Neolithisches Großgrab in Spanien erstmals umfassend ausgewertet

Die Menschen der Jungsteinzeit vor rund 6000 Jahren waren im Leben und Tod eng miteinander verbunden. Darauf weist eine detaillierte anthropologische Studie eines Kollektivgrabs mit rund 50 Toten bei Burgos in Nordspanien hin, welche die Lebensweise des Orts erstmals mit modernen Methoden untersuchte. Die in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlichten Forschungen wurden von Anthropologen der Universität Basel und Archäologen der Universität Valladolid geleitet.

Die Kollektivgräber der Jungsteinzeit waren meist Steinbauten, deren Inneres Raum für viele Verstorbene einer Gemeinschaft bot – so auch das Grosssteingrab in Alto de Reinoso bei Burgos. Nach der Datierung anhand von Radiokarbondaten wurde das Grab über rund drei bis vier Generationen zwischen 3700 und 3600 v. Chr. genutzt. Bei den Toten handelte es sich um mindestens 47 Individuen. «Während die untere Schicht relativ gut erhalten war, wurden in höheren Schichten zahlreiche Störungen beobachtet: so etwa zahlreiche fehlende Schädel, was mit einem ausgeprägten Ahnenkult zusammenhängen könnte», berichtet Prof. Manuel Rojo Guerra, Professor in Valladolid, Spanien.

Lebensweise erschlossen

Um die Lebensweise der neolithischen Gemeinschaft zu erschliessen, konnten die Archäologen individuelle Daten wie Alter, Geschlecht, Körperhöhe, Krankheiten, Stressmarker und Gewaltfolgen mit modernen Methoden erfassen. Diese Angaben wurden ergänzt durch Daten zu Ernährung, Herkunft und Mobilität sowie Verwandtschaftsverhältnissen. «Damit ist dies die erste Studie, die ein eingehendes Bild davon gibt, wie die Menschen dieser neolithischen Gemeinschaft in Leben und Tod miteinander verbunden waren», sagt Erstautor Prof. Kurt W. Alt, Gastprofessor an der Universität Basel.

Knapp die Hälfte der Toten im Grab waren Erwachsene, die andere Hälfte Kinder und Jugendliche. Die durchschnittliche Körperhöhe betrug 159 ± 2 cm für Männer und 150 ± 2 cm für Frauen. Die Erwachsenen zeigen Stressmarker und unterschiedliche Stadien von degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule und der Gelenke, verheilte Frakturen, Schädelverletzungen und Zahnerkrankungen wie Karies.

Einheitliche Gemeinschaft

Die molekulargenetischen Untersuchungen zeigen zudem verwandtschaftliche Beziehungen zwischen Individuen der Gruppe vor allem in der mütterlichen Linie. Darüber hinaus ist für einige Fälle belegt, dass zwischen Toten, die nahe beieinander bestattet waren, eine engere genetische Verwandtschaft bestand. Ausser drei Individuen sind die Verstorbenen in der näheren Umgebung des Kollektivgrabs aufgewachsen. Die Rekonstruktion der Ernährung zeigten die einheitliche Struktur der bäuerlichen Gemeinschaft: Grundnahrungsmittel für alle waren Getreide (Weizen und Gerste) und tierische Proteine (besonders von Schaf, Ziege und Schwein).

Weitere Infos zu dem neolithischen Grab gibt es hier.

Quelle:
lic. phil. Christoph Dieffenbacher
Kommunikation & Marketing
Universität Basel

Goldene Totenmaske Tutanchamuns wieder öffentlich zugänglich

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Die goldene Totenmaske nach ihrer Restaurierung (Foto: Christian Eckmann, Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz)

Er ist die weltweit bekannteste archäologische Entdeckung: der Grabschatz des Königs Tutanchamun. 1922 von dem britischen Archäologen Howard Carter im Tal der Könige in Luxor getätigt, zählen die Funde seitdem zu den Sammlungen des Ägyptischen Museums in Kairo. Als wichtigstes Ausstellungsstück gilt die goldene Totenmaske des Königs mit Nemes-Kopftuch und königlichem Zeremonialbart. Im Herbst 2014 löste sich eine in den 1940er Jahren vorgenommene Befestigung des Bartes bei Reinigungsarbeiten. Da eine neue Befestigung nicht zufriedenstellend ausfiel, lud der ägyptische Minister für Antiken, Prof. Dr. Mamdouh Eldamaty, Vertreter des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo und des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz ein, die Maske im Rahmen einer ägyptisch-deutschen Arbeitsgruppe zu restaurieren und archäologisch-technologisch zu analysieren. Jetzt ist die Totenmaske der Öffentlichkeit wieder zugänglich. In einem Festakt kehrte sie in ihre Vitrine im Ägyptischen Museum in Kairo zurück. Die wissenschaftlichen Restaurierungsarbeiten wurden zu gleichen Teilen durch Mittel aus dem Kulturerhalt-Programm des Auswärtigen Amts und durch eine Förderung der Gerda Henkel Stiftung ermöglicht. Klebstoff-Forscher der Henkel AG & Co. KGaA, Experten der Hochschule Mainz (i3) und namhafte Spezialisten auf dem Gebiet der Archäometrie stellten für das Vorhaben ihre Expertise zur Verfügung.

Im Rahmen der Zeremonie in Kairo sprachen der Direktor des Ägyptischen Museums Prof. Dr. Khaled el-Enany, der Minister für Antiken Prof. Dr. Mamdouh Eldamaty, der Beauftragte für Auswärtige Kulturpolitik, Auslandsschulen und Netzwerk Deutsch des Auswärtigen Amts Michael Reiffenstuel, der verantwortliche Restaurator Christian Eckmann sowie der Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo Prof. Dr. Stephan Seidlmayer. Dieser dankte den ägyptischen Partnern und wies auf „die Fülle neuer Erkenntnisse in Bezug auf die Herstellung und den Aufbau der Maske“ hin, die im Rahmen der Arbeiten gewonnen worden seien. „Der goldenen Maske konnte auf diese Weise ihre historische Identität zurückgegeben werden.“

Quelle:
Dr. Sybille Wüstemann
Geschäftsstelle
Gerda Henkel Stiftung

Fund von Yavneh

Kleine Grube barg insgesamt 7000 Kultgegenstände aus vorchristlicher Zeit – Antike Bevölkerung nutzte Substanzen, um Halluzinationen zu erzeugen.

Nach mehreren Jahren Arbeit erschien soeben der zweite und letzte Band der Grabungspublikation von Yavneh, einer etwa 20 Kilometer südlich von Tel Aviv in Israel gelegenen Stadt. Dies dürfte eine der kleinsten Ausgrabungen gewesen sein, die jemals durchgeführt wurden, denn die Grabung beschränkte sich auf eine Grube von rund 2 Meter Durchmesser und 1,5 Meter Tiefe. „Trotzdem kann man die hier entdeckten Gegenstände wirklich als Jahrhundertfund bezeichnen“, sagte Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Zwickel von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Es wurden insgesamt 7000 Kultgegenstände entdeckt, die zumindest teilweise wieder restauriert wurden und heute über mehrere Museen verteilt sind. Die Funde stammen aus der Zeit des 9. und 8. Jahrhunderts v.Chr. „Absolut einzigartig sind rund 120 kleine Kultschreine, die wohl Tempel imitieren sollen“, so Zwickel, der an der Publikation der Funde beteiligt war.

Eine Besonderheit, die jetzt in dem zweiten Band der breiten Öffentlichkeit vorgestellt wird, ist der durch naturwissenschaftliche Analysen nachgewiesene Befund, dass sich in Hunderten oder Tausenden Gefäßen, die in dieser Grube kultisch bestattet wurden, Stoffe fanden, mit denen die antike Bevölkerung von Yavneh sich Halluzinationen herbeigeführt hat.

Die Grabungen wurden 2002 von Dr. Raz Kletter, der damals bei der Antikenverwaltung Israel beschäftigt war, durchgeführt. Schon während der Grabungen, als sich die herausragende Bedeutung dieser Funde abzeichnete, wurde ein Herausgebergremium bestehend aus Raz Kletter, Dr. Irit Ziffer vom Haaretz Museum Tel Aviv und Wolfgang Zwickel gebildet, das die weitere Publikation verantworten sollte. Darüber hinaus wurden für die Publikationen auch internationale Fachleute für Spezialfragen herangezogen. An dem zweiten Band waren nun an Mainzer Forschern neben Zwickel auch die Doktorandin Nicole Straßburger und Dr. Reinhard Lehmann von der Evangelisch-Theologischen Fakultät der JGU beteiligt. „Der nun veröffentlichte Band ist somit auch ein schönes Beispiel für die internationalen Verbindungen der Biblischen Archäologie in Mainz, insbesondere auch mit der Israelischen Antikenverwaltung, mit der wir demnächst einen Kooperationsvertrag für weitere gemeinsame Arbeiten abschließen werden“, fügte Wolfgang Zwickel als Leiter des Arbeitsbereichs an.

Quelle:
Petra Giegerich
Kommunikation und Presse
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Ein Massaker vor 7000 Jahren

Die gewaltsamen Auseinandersetzungen der europäischen Jungsteinzeit wurden mit großer Brutalität geführt, wie sie zuvor nicht bekannt war. Dies zeigen neue anthropologische Auswertungen eines rund 7000 Jahre alten Massengrabs im hessischen Schöneck-Kilianstädten durch Wissenschaftler der Universitäten Basel und Mainz. Die Resultate, veröffentlicht im Fachblatt „PNAS“, machen deutlich, dass die Opfer getötet und bewusst verstümmelt wurden.

Es war die Zeit, als in Zentraleuropa die ersten Menschen begannen, Landwirtschaft zu betreiben. Wie intensiv Konflikte und Kriege die Jungsteinzeit (5600 bis 4900 v. Chr.) – und speziell die sogenannte Bandkeramik-Kultur – prägten, ist in der Forschung umstritten. Insbesondere unklar ist, ob soziale Spannungen zum Untergang dieser Epoche geführt haben. Bekannt sind bisher zwei Massengräber jener Zeit (Talheim, Deutschland, und Asparn/Schletz, Österreich), die von kriegerischen Auseinandersetzungen herrührten.

Von neuen Erkenntnissen berichten nun Forscher der Universitäten Basel und Mainz, welche die Skelettteile des Massengrabs von Schöneck-Kilianstädten (Hessen) ausgewertet haben. Ihr Befund: Die prähistorischen Angreifer müssen gegen ihre Opfer mit zuvor nicht dagewesener Gewalt vorgegangen sein. In der 2006 entdeckten Fundstelle Schöneck-Kilianstädten untersuchten und analysierten die Wissenschaftler die Knochen und Skelette von mindestens 26 Erwachsenen und Kindern vor allem männlichen Geschlechts, von denen die meisten schwerste Verletzungen aufwiesen.

Folterungen und verstümmelte Beine

Gefunden und mit anthropologischen Methoden ausgewertet wurden neben verschiedenen Knochenverletzungen durch Pfeile auch zahlreiche massive Verletzungen an Schädel, Gesicht und Zähnen, die den Opfern teils auch kurz vor oder nach dem Tod zufügt wurden. Zudem wurden ihnen sämtliche unteren Gliedmassen – Waden und Schienbeine – systematisch gebrochen, was auf Folterungen und vorsätzliche Verstümmelungen durch die Angreifer schliessen lässt. Dass kaum Skelette von jungen Frauen gefunden wurden, deutet darauf hin, dass diese nicht an den Kämpfen beteiligt waren und allenfalls an einen anderen Ort verschleppt wurden.

Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass solche Massaker nicht isoliert auftraten, sondern in der späteren Jungsteinzeit in Zentraleuropa verbreitet waren. Dies zeigt sich etwa darin, dass die Fundstellen der bisher untersuchten Massakergräber aus jener Zeit relativ weit auseinanderliegen. Die immense und gezielte Gewaltausübung bei kämpferischen Konflikten hatte offenbar die Zerstörung ganzer Gemeinschaften zum Ziel, folgern die Forscher. Geleitet wurde die Arbeitsgruppe vom ehemaligen Leiter des Instituts für Anthropologie der Universität Mainz, Prof. Kurt W. Alt, seit 2014 Gastprofessor an der Universität Basel.

Originalbeitrag

Christian Meyer, Christian Lohr, Detlef Gronenborn, and Kurt W. Alt
The massacre mass grave of Schöneck-Kilianstädten reveals new insights into collective violence in Early Neolithic Central Europe
PNAS (2015), doi: 10.1073/pnas.1504365112

Weitere Infos gibt es hier.

Quelle:
lic. phil. Christoph Dieffenbacher
Kommunikation & Marketing
Universität Basel

Archäologen restaurieren Kalifenpalast am See Genezareth

Institut für Altertumswissenschaften erhält Fördermittel aus dem Kulturerhalt-Programm des Auswärtigen Amts.

Für die Restaurierung des frühislamischen Kalifenpalastes Khirbat al-Minya am See Genezareth (Israel) erhält das Institut für Altertumswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) im Rahmen des Kulturerhalt-Programms des Auswärtigen Amts Fördermittel in Höhe von 30.000 Euro. Der rund 5000 Quadratmeter große Palastkomplex wurde 1932 bis 1939 von deutschen Archäologen im Auftrag der katholischen Görresgesellschaft und des Museums für Islamische Kunst Berlin ausgegraben. Er liegt bis heute auf Grundbesitz des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande zu Köln und wird durch die Israel National Parks Authority verwaltet.

Der aus weißem Kalkstein auf schwarzem Basaltsockel errichtete Palast umschließt eine der ältesten Moscheen des Heiligen Landes. Erbaut wurde er durch den Kalifen Walid I. (705 bis 715 n. Chr.) aus der Dynastie der Umayyaden, die im Heiligen Land 661 bis 750 n. Chr. das erste Kalifat errichteten. Wenige Jahre nach Baubeginn erschütterte ein großes Erdbeben den Palast und verursachte einen Riss mitten durch die Moschee und den gesamten Ostflügel des Bauwerks, was wohl die Bauarbeiten vor ihrer Beendigung zum Erliegen brachte. Im Mittelalter entstand in der Anlage ein Siedeofen zur Verarbeitung des Zuckerrohrs, mit dem die Kreuzfahrer viel Geld verdienten, gleichzeitig aber durch den hohen Wasser- und Brennholzbedarf die Umwelt nachhaltig schädigten. Seit der Ausgrabung liegt die Ruine frei und ist durch Vegetation und Witterungseinflüsse in ihrem Bestand bedroht.

Luftaufnahme der Ausgrabungsstätte des frühislamischen Kalifenpalasts Khirbat al-Minya/ Foto: Courtesy of Yaniv Darvasi, The Hebrew University of Jerusalem
Luftaufnahme der Ausgrabungsstätte des frühislamischen Kalifenpalasts Khirbat al-Minya/ Foto: Courtesy of Yaniv Darvasi, The Hebrew University of Jerusalem

Die vom Auswärtigen Amt geförderte Restaurierung unterstreicht auch den hohen Stellenwert des Jubiläums „50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel“. „Die Restaurierung kommt fünf vor zwölf“, erklärt der Archäologe PD Dr. habil. Hans-Peter Kuhnen, Leitender Akademischer Direktor des Instituts für Altertumswissenschaften und Projektleiter, der seit 2009 mit Mainzer Studierenden archäologische Forschungen in Khirbat al-Minya unternimmt. „Wir konnten von Jahr zu Jahr den fortschreitenden Verfall des Palastes verfolgen. Mit dem Förderprojekt bekennt sich die Bundesrepublik zu ihrer Verantwortung für eine wichtige Ausgrabungsstätte, die ohne das deutsche Engagement in den 1930er Jahren nicht ausgegraben worden wäre. Gleichzeitig unterstützen wir damit die Arbeit der israelischen Nationalparkverwaltung, bieten unseren Studierenden praktische Erfahrungen in archäologischer Konservierung und setzen innerhalb der Archäologie ein Zeichen für den Dialog mit dem Islam“, erklärt Kuhnen, der 2014 zusammen mit Franziska Bloch vom Deutschen Archäologischen Institut einen Führer zu dem Palast herausgegeben hat.

Seit 1981 unterstützt die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des Kulturerhalt-Programms des Auswärtigen Amts die Bewahrung kulturellen Erbes in aller Welt mit dem Ziel, das Bewusstsein für die eigene nationale Identität im Partnerland zu stärken und einen partnerschaftlichen Kulturdialog zu fördern. Das Kulturerhalt-Programm des Auswärtigen Amts ist ein wirkungsvolles Instrument der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Gerade der Beitrag von Kulturerhalt-Vorhaben zur Stabilisierung in Krisenstaaten und als Krisenprävention hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen.

Weitere Infos gibt es hier.

Quelle:
Petra Giegerich
Kommunikation und Presse
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Tübinger Forscher stellt Seevölker-These infrage

Wissenschaftler des Sonderforschungsbereichs RessourcenKulturen für neue Erkenntnisse zur biblischen Archäologie ausgezeichnet

Jesse Millek, Doktorand des Sonderforschungsbereichs 1070 RessourcenKulturen an der Universität Tübingen, widerlegt in seiner Forschungsarbeit die bis heute in der biblischen Archäologie vieldiskutierte These, dass Seevölker aus dem nördlichen Mittelmeerraum für den Kollaps der Reiche in der Levante am Ende der Bronzezeit verantwortlich waren. Als Evidenz für diese Seevölker – Theorie gilt eine Inschrift aus dem Totentempel von Ramses dem III in Medinet Habu aus dem Jahr 1180 v.Chr., auf der die Invasion von Fremden, die über das Meer kamen, als Grund für den Niedergang ägyptischer Nachbarreiche genannt wird. Daraus leitete die bisherige archäologische Forschung ab, Seevölker aus dem Mittelmeerraum seien auch für den ökonomischen Kollaps in der Levante verantwortlich gewesen.

Nach neuesten Erkenntnissen spricht jedoch einiges dafür, dass die Ursachen für den starken Rückgang des Handels viel komplexer sind als bisher angenommen und eher auf einen internen, gesellschaftlichen Umwälzungsprozess und auf einen veränderten Umgang mit Ressourcen zurückzuführen sind. Die Dokumentationen archäologischer Grabungen an 16 Fundorten der Region werden in der Forschungsarbeit des SFB 1070 kritisch neu bewertet und ausdifferenziert. Ein Beispiel ist die Fundstätte Lachisch, 44 Kilometer südwestlich von Jerusalem, eine der größten und bedeutendsten Fundstätten der Levante.

In früheren Grabungen wurden in der spätbronzezeitlichen Zerstörungsschicht 7 die ausgebrannten Überreste eines Tempels und eines Gebäudes entdeckt. Diese Funde interpretierte man in Untersuchungen als Hinweise auf eine kriegerische Auseinandersetzung mit den Seevölkern. Die kritische Neubetrachtung der Grabungsdokumentation zeigt, dass bei der initialen Interpretation einige Faktoren übersehen wurden.

„Der bronzezeitliche Gebäudebrand in Lachisch begann nachweislich im Küchenbereich – auch in der Bronzezeit gab es ganz alltägliche Ursachen für Zerstörungen“, berichtet Jesse Millek. „Der Tempel weist keinerlei Vandalismus und keine Anzeichen von Schatzräuberei auf und wurde vor der Zerstörung vollständig geräumt. Alles deutet auf eine kultische Stilllegung der Stätte hin. Die heiligen Gegenstände wurden geordnet und systematisch entfernt. Der Standort des Tempels blieb dennoch als heilige Stätte tabu, auch in späterer Zeit.“ Die geordnete Stilllegung von Heiligtümern deutet auf einen veränderten Umgang mit spirituellen Ressourcen und eine kulturelle Neuordnung von Werten innerhalb der Gesellschaft hin. In der weiteren Forschungsarbeit soll nun geklärt werden, inwieweit der Rückgang des Handels mit diesem Wertewandel zusammen hängt.

Jesse Millek studierte zunächst Archäologie und Kunstgeschichte in New York und Leiden. Seit 2013 ist er Doktorand im SFB RessourcenKulturen an der Universität Tübingen und untersucht unter Leitung von Professor Jens Kamlah die Ressourcenkontrolle am Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit im Ostmittelmeerraum. Vor allem der Niedergang des Handels in der Spätbronzezeit in Israel und den umliegenden Ländern steht dabei im Forschungsinteresse.

Professor Jens Kamlah, Leiter des Teilprojekts A06, hebt die Bedeutung der Widerlegung der Seevölkerthese hervor: „Ziel unserer Forschung ist es, dem alten, stark vereinfachenden Modell die Beweise zu entziehen. Hierzu leistet die Arbeit von Jesse Millek einen wichtigen Beitrag. Der Zeitraum, den wir untersuchen, ist ausschlaggebend für die Entstehung des alttestamentarischen Israels, wie wir es aus der Bibel kennen. Das Aufzeigen der verschiedenen Gründe und komplexen wirtschaftlichen Zusammenhänge für den Handelsrückgang kann neue Einblicke in diese wichtige Epoche leisten.“

Für seine Forschung wurde Jesse Millek mit dem Sean W. Dever Memorial Prize ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich für bahnbrechende Veröffentlichungen im Bereich syro-palästinischer und biblischer Archäologie vergeben. Das William F. Albright Institute of Archaeological Research in Jerusalem honoriert damit einen innovativen Forschungsansatz.

 

Quelle:
Antje Karbe
Hochschulkommunikation
Eberhard Karls Universität Tübingen

Weltweit größter antiker Steinblock in Baalbek entdeckt

Der monolithische Block im Steinbruch von Baalbek ist 19,60 m lang, 6 m breit und mindestens 5,5 m. Sein Gewicht wird auf ca. 1650 Tonnen geschätzt. Nun soll erforscht werden, warum der Steinblock nicht fertiggestellt wurde und im Steinbruch verblieb – und mit welchen Mitteln er überhaupt hätte transportiert werden können.

Im Sommer 2014 führte die Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts Ausgrabungen im Steinbruch von Baalbek durch. Dort liegt, seit langem bekannt, der megalithische Steinblock „Hajjar al-Hibla“. Steinblöcke wie diese, mit einer Länge von etwa 20 Metern und einem Querschnitt von ca. 4 x 4 m, wurden für das Podium des riesigen Jupiter-Tempels im römischen Heiligtum von Baalbek verbaut.

Ziel der diesjährigen Ausgrabungen war es, neue Daten zur Abbautechnik sowie zum Transport dieser Megalithen zu finden. Es wurden Bearbeitungsspuren dokumentiert und die alten, durch die Steinbrucharbeiten entstandenen Abfallhalden nach datierbaren und stratifizierbaren Keramikscherben und Kleinfunden untersucht.

Wie nun nachgewiesen werden konnte, blieb der Steinblock „Hajjar al-Hibla“ im Steinbruch liegen, weil sich seine Steinqualität in einer Ecke als minderwertig erwies und ein natürlicher Riss den Block vermutlich beim Transport hätte brechen lassen.

In der Steinlage unter dem „Hajjar al-Hibla“ und direkt neben diesem, befindet sich ein weiterer megalithischer Steinblock, der dessen Maße um einiges übertrifft: er ist 19,60 m lang, 6 m breit und mindestens 5,5 m hoch. Um die genaue Höhe feststellen zu können, muss die archäologische Sondage in einer nächsten Ausgrabungskampagne erweitert werden. Konnte man das Gewicht des „Hajjar al-Hibla“ mit knapp 1000 Tonnen berechnen, bringt der neue Steinblock etwa 1650 Tonnen auf die Waage. Da eine Schmalseite bereits sehr gut geglättet ist und die Vorgaben für die Glättung einer Langseite erhalten sind, muss geplant gewesen sein, den Block in diesen Gesamtmaßen auszuliefern und zu transportieren. Es handelt sich damit um den bislang größten bekannten Steinblock aus der Antike.

Die Arbeiten standen unter der örtlichen Leitung von Prof. Dr. Jeanine Abdul Massih, Lebanese University/derzeit Senior Fellow des Exzellenzclusters TOPOI und langjährige Kooperationspartnerin im Baalbek-Projekt der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts (Leitung Dr. Margarete van Ess). Die Forschungen fanden in enger Kooperation mit der libanesischen Antikenverwaltung statt. Sie wurden aus Mitteln des Deutschen Archäologischen Instituts und des Excellenzclusters TOPOI finanziert.

 

Quelle:
Nicole Kehrer
Pressestelle
Deutsches Archäologisches Institut

Bisher unbekannte antike Kultstätte bei Ausgrabungen in Didyma entdeckt

Archäologen des von der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste geförderten Forschungsprojektes „Kulte im Kult“ haben im bekannten Orakelheiligtum des Apollon in Didyma (Türkei) das Fundament eines hellenistischen Tempels entdeckt. Die Forscherinnen und Forscher vermuten, den seit Jahrzehnten gesuchten Tempel der Artemis, der Zwillingsschwester Apollons, gefunden zu haben.

Bei den Ausgrabungen der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste und des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) in Didyma wurden unter der Leitung von Prof. Dr. Helga Bumke (Universität Halle-Wittenberg) im vergangenen Jahr Teile dieses Fundaments freigelegt. Ihr Zusammenhang und ihre Bedeutung konnten aber erst jetzt zweifelsfrei erklärt werden. So gelang es durch die Ausgrabungen sowohl den Grundriss des etwa 12 x 32 m großen Fundamentes vollständig zu ermitteln als auch seine aufgehende Architektur weitgehend zu rekonstruieren.

Aus antiken Inschriften ist bekannt, dass in Didyma neben Apollon noch weitere Gottheiten verehrt wurden, insbesondere Artemis, Zeus und Aphrodite, die teilweise auch eigene Kultbauten besessen haben sollen. Allerdings konnten diese bisher nie gefunden werden, obwohl deutsche Archäologen bereits seit 1906 in Didyma forschen. Jahrzehntelang wurde vergeblich versucht diese Kultstätten zu lokalisieren. Architekturteile von Kultbauten traten seit Beginn der deutschen Ausgrabungen im Jahre 1906 zwar immer wieder zutage, doch Gebäudefundamente wurden überhaupt nicht gefunden, so dass die antike Gestalt des Gesamtheiligtums ebenso wie der Zusammenhang seiner sakralen Strukturen bis heute im Dunkeln blieben – bis nun dem Team um Prof. Dr. Helga Bumke der Durchbruch gelang.

Bemerkenswert ist, dass die Ausmaße und die architektonische Ausgestaltung des neuen Tempels darauf hindeuten, dass er im 2. Jh. v. Chr. nach dem Vorbild des zentralen Kultbaus des Apollon entworfen wurde, eines kleinen ionischen Tempels, der im Innenhof des monumentalen Apollontempels stand. Die These der Forscherinnen und Forscher: dies ist der in den Inschriften bezeugte Tempel seiner Zwillingsschwester Artemis.
Endgültige Gewissheit über den göttlichen Inhaber des Tempels werden aber erst weitere Grabungen und Forschungen bringen. So gilt es nun, den zugehörigen Altar zu lokalisieren und Aufschluss über die unmittelbare Umgebung des Tempels zu erhalten.
Seit 2009 verfolgt das Akademieprojekt „Kulte im Kult“ im Rahmen der Erforschung außerstädtisch gelegener Heiligtümer das Ziel, die Kulttopographie von Didyma durch archäologische Feldforschungen zu erschließen.

Weitere Infos zu der Kultstätte in Didyma gibt es hier.

Quelle:
Dirk Borhart
Presse und Kommunikation
Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und Künste

Kupferzeitliche Siedlung in Zentralspanien entdeckt

Wissenschaftler des Tübinger Sonderforschungsbereichs RessourcenKulturen finden neue Hinweise auf Ansiedlungen in unwirtlichen Gebieten der Iberischen Halbinsel im dritten Jahrtausend vor Christus.

Forscher des Sonderforschungsbereichs RessourcenKulturen (SFB 1070) an der Universität Tübingen haben in Zusammenarbeit mit Kollegen der spanischen Universität Alcalá de Henares ein bislang unbekanntes kupferzeitliches Siedlungszentrum in der Region Azután (Zentralspanien) entdeckt. Bei einer Feldstudie fanden sie auf einer Fläche von rund 90 Hektar Keramik und Steinwerkzeuge, die sie durch typologische Untersuchungen der Kupferzeit zuweisen konnten.

Chalkolitisches Megalithgrab „Dolmen de Azután“ (Foto: Felicitas Schmitt/Universität Tübingen)
Chalkolitisches Megalithgrab „Dolmen de Azután“
(Foto: Felicitas Schmitt/Universität Tübingen)

Als Kupferzeit oder Chalkolithikum wird der Zeitraum zwischen der Jungsteinzeit und der frühen Bronzezeit im dritten Jahrtausend vor Christus bezeichnet. Kennzeichnend für diese Epoche waren die Nutzung von Kupfererzen, große befestigte Siedlungen im Südosten der Iberischen Halbinsel sowie eine intensivere Nutzung der Umwelt als noch im Neolithikum. Bislang ging man davon aus, dass die zentralspanische Region um Toledo während des Chalkolithikums nur sporadisch besiedelt war: Sie liegt eher ungünstig zwischen zwei Gebirgsmassiven am Lauf des Flusses Tajo, der damals schwer zu überqueren war.

Das bis heute erhaltene „Megalithgrab von Azután“ wies bereits auf Spuren von Menschen im Chalkolithikum hin. Der neue Siedlungsfund liefert nun Hinweise auf eine umfangreiche durchgängige Besiedlung in der Region um Toledo während des vierten und dritten Jahrtausends vor Christus. Zu diesem Schluss gelangte das Forscherteam unter Leitung des Tübinger Archäologen Professor Martin Bartelheim wegen des großen Vorkommens und der Konzentration der Funde. In geomagnetischen Untersuchungen und durch eine gezielte Auswertung von Luftbildern wollen die Wissenschaftler nun Ausmaß und Struktur der Siedlung ermitteln.

Seit den 1980er Jahren rückt die Iberische Halbinsel in der chalkolitischen Periode verstärkt in das Interesse der Forschung. „Dank der neuen Funde bei Azután wurde die Annahme bestätigt, dass es auch in Zentralspanien eine intensive Kupferverarbeitung und Besiedlung gab. Bisher glaubte man, dass sich dies weitgehend auf die fruchtbaren Küstenregionen im Süden der Iberischen Halbinsel beschränkte“, sagt Felicitas Schmitt, Doktorandin am SFB RessourcenKulturen. Im nahegelegenen Aldeanueva de San Bartolomé ist eine weitere, vermutlich sogar befestigte Siedlung vorhanden, die auf ein frühes Kupferverarbeitungszentrum hindeutet. Neue Werkzeugfunde im Bereich Azután lassen sich dem Ackerbau und dem Fischfang (Mühlsteine und Netzsenker) zuordnen. Diese Entdeckungen zeigen, dass bereits in der chalkolitischen Gesellschaft eine verstärkte Ausdifferenzierung in verschiedene, komplexe Arbeitsbereiche stattfand, was einen entscheidenden Entwicklungsschritt auf dem Weg zur Herausbildung verschiedener Berufszweige in der kupferzeitlichen Gesellschaft markiert.

Wie die neu entdeckte Siedlung an die Verkehrs- und Handelsrouten der damaligen Zeit in Zentralspanien angebunden war, wird durch Landschaftssurveys erkundet. Bereits jetzt ist die Nähe zu wichtigen Fernverbindungen entlang des Flusstals und quer verlaufender Wege der Wanderhirten auffällig, die seit alters her das zentraliberische Hochland, die Mesetas, durchziehen. In einer Vergleichsstudie untersucht Javier Escudero Carillo, ebenfalls Doktorand des SFB 1070, an der portugiesischen Algarveküste eine weitere kupferzeitliche Siedlung, wodurch sich Parallelen zwischen beiden Regionen aufzeigen lassen. Felicitas Schmitt: „In beiden Regionen finden sich ähnliche Grabbauten, Bestattungsriten und Fundgegenstände. Deshalb gehen wir davon aus, dass Flüsse und Routen von Wanderhirten als Kommunikationswege schon damals eine wichtige Rolle spielten.“

Weitere Infos zur kupferzeitlichen Siedlung in Zentralspanien gibt es hier.

 

Quelle:
Antje Karbe
Hochschulkommunikation
Eberhard Karls Universität Tübingen